Jugend

Aufbautag bot Raum für emotionale Spurensuche und Fachwissen

Silvia Lenger am 02.11.2026

Gemeinsam gestärkt für die Praxis: Die Teilnehmenden des Gruppenleiter/innen-Aufbautages „Verlust ist mehr als wie traurig sein“ am naturnahen Tagungsort von „Inn-Natur“ in Simbach am Inn zusammen mit der Referentin Susanne Anzeneder und den Organisatorinnen Conni Englmeier und Silvia Lenger.

Simbach/​Altötting/​Pocking. Wie trau­ern Kin­der, was brau­chen sie in Momen­ten des Ver­lusts und wie kön­nen Bezugs­per­so­nen ihnen sen­si­bel zur Sei­te ste­hen? Unter dem Leit­ge­dan­ken ​„Ver­lust ist mehr als wie trau­rig sein“ wid­me­ten sich (ange­hen­de) Gruppenleiter/​innen und Inter­es­sier­te eines ganz­tä­gi­gen Auf­bau­ta­ges den viel­fäl­ti­gen Facet­ten der kind­li­chen Trau­er. Orga­ni­siert wur­de die Fort­bil­dung von Sil­via Len­ger und Con­ni Eng­l­mei­er von den Kirch­li­chen Jugend­bü­ros Pocking und Altötting.

Als atmo­sphä­ri­scher Tagungs­ort dien­te das natur­na­he Gelän­de von ​„Inn-Natur“ in Sim­bach am Inn. Neben den weit­läu­fi­gen Wald­flä­chen stan­den den Teil­neh­men­den ein Tipi und ein Lager­feu­er zur Ver­fü­gung, die nicht nur für gemüt­li­che Wär­me, son­dern auch für eine geschütz­te, ver­bin­den­de Atmo­sphä­re sorgten.

Gelei­tet wur­de der Inten­siv­tag von Susan­ne Anzeneder, der Grün­de­rin und Geschäfts­füh­re­rin von ​„Inn-Natur“. Als Diplom-Päd­ago­gin, aus­ge­bil­de­te Trau­er­be­glei­te­rin und Reit­the­ra­peu­tin brach­te sie fun­dier­tes Fach­wis­sen aus der natur­na­hen sowie the­ra­peu­ti­schen Arbeit mit Kin­dern, Jugend­li­chen und Fami­li­en in her­aus­for­dern­den Lebens­pha­sen ein. Tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung erhielt sie von Melis­sa Wagner. 

Im Zen­trum des Pro­gramms stan­den die Grund­la­gen des kind­li­chen und jugend­li­chen Trauer­erle­bens im Unter­schied zu Erwach­se­nen. In einer pra­xis­na­hen Sprach­werk­statt erar­bei­te­ten die Teil­neh­men­den kon­kre­te For­mu­lie­rungs­hil­fen für schwie­ri­ge Momen­te – etwa beim Umgang mit Kin­der­fra­gen, elter­li­chen Unsi­cher­hei­ten oder der Abwehr von Hil­fe. Ein Mate­ria­li­en­zir­kel stell­te zudem ver­schie­de­ne Bücher und Metho­den für Gesprächs­an­ge­bo­te vor. Auch die eige­ne Selbst­für­sor­ge und das Erken­nen per­sön­li­cher Belas­tungs­gren­zen bil­de­ten einen wesent­li­chen Bau­stein des Tages. 

Die Ver­bun­den­heit mit der Natur spie­gel­te sich auch in der Ver­pfle­gung wider: Zur Mit­tags­pau­se stärk­te sich die Grup­pe mit war­men Kar­tof­feln, die frisch über dem offe­nen Lager­feu­er zube­rei­tet wur­den – ein wich­ti­ger Moment des gemein­sa­men Inne­hal­tens und Durchatmens.

Den fei­er­li­chen Abschluss bil­de­te die Über­ga­be der Zer­ti­fi­ka­te. Bevor die Teil­neh­men­den gestärkt in ihren All­tag zurück­kehr­ten, wur­den alle mit einem stim­mungs­vol­len Segens­ge­bet und einem klei­nen Engel als Sym­bol für ihre wert­vol­le Arbeit verabschiedet.

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