Pocking. Wie kann kirchliche Jugendarbeit in einer sich verändernden Gesellschaft lebendig, attraktiv und zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser zentralen Frage kamen am Dienstagabend zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Jugendverantwortliche aus dem gesamten Pastoralen Raum Pocking im Pfarrzentrum Pocking zusammen. Das Ergebnis des austauschreichen Abends: Der feste Wille, Kräfte zu bündeln, Pfarrverbandsgrenzen zu überwinden und Synergien aktiv zu nutzen.
Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Pfarrverbänden des Pastoralen Raums Pocking folgten der Einladung des Kirchlichen Jugendbüros und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Nach einem gemeinsamen Ankommen bei Pizza und Getränken startete der Abend mit interaktiven Kennenlernrunden, bevor die organisatorischen Strukturen der regionalen Jugendarbeit vorgestellt wurden.
Schätze heben: Gelungene Angebote und starker Zusammenhalt
In einem dynamischen „World Café“ widmeten sich die Teilnehmer intensiven Arbeitsphasen. Unter der Rubrik „Schatzkiste“ wurde deutlich, wie viel Engagement und Herzblut bereits in der Region steckt: Gestaltete Firmkonzepte wie die beliebte Fahrt nach Assisi, lebendige Ministranten-Gruppenstunden, Angebote der DPSG, Kinderchöre sowie familien- und jugendgerechte liturgische Formate begeistern nach wie vor Kinder und junge Menschen. Als unschätzbarer Wert wurde vor allem die gelebte Gemeinschaft hervorgehoben, die Jugendlichen Halt, Orientierung und Wurzeln fürs Leben schenkt.
Herausforderungen im Blick: Ressourcen, Nachwuchs und Zeitnot
Gleichzeitig sparten die Verantwortlichen nicht an ehrlicher Selbstreflexion. Beim Thema „Baustellen und Sorgen“ kamen aktuelle Herausforderungen zur Sprache, die viele Pfarreien gleichermaßen betreffen: Die starke Konkurrenz durch Freizeitdruck und soziale Medien, veränderte Einstellungen im Elternhaus sowie die zunehmende Schwierigkeit, Jugendliche für langfristige Verantwortung zu gewinnen.
„Kein Jugendlicher soll das Gefühl haben, mit seinem Glauben und seinem Engagement allein dazustehen. Genau deshalb treffen wir uns und bauen gemeinsame Netzwerke auf“, so der Tenor der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Zukunft gestalten: Konkrete Pläne für 2027 und darüber hinaus
Aus den Diskussionen entstanden konkrete Zukunftsinitiativen und ein reger „Marktplatz“ von Angeboten und Nachfragen: Geplant sind auch zukünftig übergreifende Ausflüge, sowie eine eine pfarreienübergreifende Ministrantenolympiade wird angedacht.
Nächstes Treffen im Januar 2027 vereinbart
Das Treffen endete mit einem gemeinsamen spirituellen Jugendgebet und der klaren Vereinbarung, den begonnenen Weg fortzusetzen. Ein Folgetreffen ist bereits für Januar 2027 angedacht. Dort sollen unter anderem das Ministrantenreferat der Diözese Passau eingeladen werden und konkrete Praxisideen für Gruppenstunden ausgetauscht werden. Auch Großprojekte wie die bundesweite 72-Stunden-Aktion (10. bis 13. Juni 2027) werfen bereits ihre Schatten voraus.
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