Bad Griesbach. Am Freitag vor Palmsonntag wurde die Emmauskirche in Bad Griesbach zum Ort eines eindrucksvollen ökumenischen Jugendkreuzwegs. Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b des Wilhelm-Diess-Gymnasiums Pocking hatten die Feier mit großem Engagement vorbereitet und gemeinsam mit dem Ökumenischen Zentrum Emmaus Bad Griesbach, dem Pfarrverband Bad Griesbach sowie dem Kirchlichen Jugendbüro Pocking durchgeführt.
Das Projekt entstand bereits im Jahr zuvor auf Initiative der kirchlichen Jugendreferentin Silvia Lenger, die die Idee einbrachte, einen Kreuzweg in Anlehnung an sogenannte Totenbretter künstlerisch zu gestalten. Im Kunstunterricht entwickelte StRin Christiane Dorn daraufhin mit den Schülern und Schülerinnen einen Kreuzweg von insgesamt zwölf Stationen. Parallel dazu setzten sich die Jugendlichen im Religionsunterricht unter der Leitung von OStRin Maria Kasbauer intensiv mit den Inhalten des Leidenswegs Jesu auseinander und bereiteten die einzelnen Stationen inhaltlich vor. In diesem Jahr wurde der Kreuzweg sowohl um zwei Stationen ergänzt als auch inhaltlich mit Unterstützung der kirchlichen Jugendreferentin Silvia Lenger und dem Jugendseelsorger Nick Pfeiffer im Hinblick auf die veränderte Lebenswirklichkeit der Jugendlichen neu aufbereitet.
Bereits in der Begrüßung wurde die besondere Bedeutung dieses Gemeinschaftsprojekts hervorgehoben, welches bereits im zweiten Jahr erfolgreich weiter geführt werden konnte. Die Kur- und Klinikseelsorgerin Regina Roßmadl betonte besonders die gelungene Zusammenarbeit verschiedener Institutionen. Auch Herr Edgar Brückl, der die Schulleitung vertrat, unterstrich in seinem Grußwort die außergewöhnliche Leistung der Schülerinnen und Schüler. Er sprach von gelebter Schulgemeinschaft, da unterschiedliche Fächer zusammengewirkt hätten, und hob das Engagement der Jugendlichen hervor, die einen Teil ihrer Freizeit in das Projekt investiert hatten. Ein besonderer Dank galt zudem Luis Steinhuber, der maßgeblich zur stabilen Präsentation der gestalteten Holzbretter beitrug. Das Projekt sei ein eindrucksvolles Zeichen für Zusammenhalt, Kooperation und Menschlichkeit – Werte die gerade in der heutigen Zeit wichtig seien.
Im Mittelpunkt des Abends stand schließlich der von den Schülerinnen und Schülern selbst vorgetragene Kreuzweg. Die musikalische Gestaltung übernahmen Vera Lorenz und Nick Pfeiffer, die jede Station mit passenden Liedern und Instrumentalstücken stimmungsvoll begleiteten und so den spirituellen Rahmen vertieften.
Im Anschluss an den Kreuzweg waren alle Besucherinnen und Besucher zu einem kleinen Umtrunk eingeladen. In gemeinschaftlicher Atmosphäre klang der Abend aus und bot Gelegenheit zum Austausch.
Die Initiative zeigt eindrucksvoll das Engagement der beteiligten Gruppen für die spirituelle Entwicklung junger Menschen und die Förderung der Ökumene vor Ort. Auch über den Abend hinaus wirkt das Projekt nach: Die gestalteten Kreuzwegstationen können noch bis Mitte April in der Emmauskirche besichtigt werden.
