Jugend

Jugendkreuzweg in der Emmauskirche – ein Weg, der weiterwächst

Silvia Lenger am 31.03.2026

Bad Gries­bach. Am Frei­tag vor Palm­sonn­tag wur­de die Emma­us­kir­che in Bad Gries­bach zum Ort eines ein­drucks­vol­len öku­me­ni­schen Jugend­kreuz­wegs. Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se 7b des Wil­helm-Diess-Gym­na­si­ums Pocking hat­ten die Fei­er mit gro­ßem Enga­ge­ment vor­be­rei­tet und gemein­sam mit dem Öku­me­ni­schen Zen­trum Emma­us Bad Gries­bach, dem Pfarr­ver­band Bad Gries­bach sowie dem Kirch­li­chen Jugend­bü­ro Pocking durchgeführt.

Das Pro­jekt ent­stand bereits im Jahr zuvor auf Initia­ti­ve der kirch­li­chen Jugend­re­fe­ren­tin Sil­via Len­ger, die die Idee ein­brach­te, einen Kreuz­weg in Anleh­nung an soge­nann­te Toten­bret­ter künst­le­risch zu gestal­ten. Im Kunst­un­ter­richt ent­wi­ckel­te StRin Chris­tia­ne Dorn dar­auf­hin mit den Schü­lern und Schü­le­rin­nen einen Kreuz­weg von ins­ge­samt zwölf Sta­tio­nen. Par­al­lel dazu setz­ten sich die Jugend­li­chen im Reli­gi­ons­un­ter­richt unter der Lei­tung von OSt­Rin Maria Kas­bau­er inten­siv mit den Inhal­ten des Lei­dens­wegs Jesu aus­ein­an­der und berei­te­ten die ein­zel­nen Sta­tio­nen inhalt­lich vor. In die­sem Jahr wur­de der Kreuz­weg sowohl um zwei Sta­tio­nen ergänzt als auch inhalt­lich mit Unter­stüt­zung der kirch­li­chen Jugend­re­fe­ren­tin Sil­via Len­ger und dem Jugend­seel­sor­ger Nick Pfeif­fer im Hin­blick auf die ver­än­der­te Lebens­wirk­lich­keit der Jugend­li­chen neu aufbereitet. 

Bereits in der Begrü­ßung wur­de die beson­de­re Bedeu­tung die­ses Gemein­schafts­pro­jekts her­vor­ge­ho­ben, wel­ches bereits im zwei­ten Jahr erfolg­reich wei­ter geführt wer­den konn­te. Die Kur- und Kli­nik­seel­sor­ge­rin Regi­na Roß­madl beton­te beson­ders die gelun­ge­ne Zusam­men­ar­beit ver­schie­de­ner Insti­tu­tio­nen. Auch Herr Edgar Brückl, der die Schul­lei­tung ver­trat, unter­strich in sei­nem Gruß­wort die außer­ge­wöhn­li­che Leis­tung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Er sprach von geleb­ter Schul­ge­mein­schaft, da unter­schied­li­che Fächer zusam­men­ge­wirkt hät­ten, und hob das Enga­ge­ment der Jugend­li­chen her­vor, die einen Teil ihrer Frei­zeit in das Pro­jekt inves­tiert hat­ten. Ein beson­de­rer Dank galt zudem Luis Stein­hu­ber, der maß­geb­lich zur sta­bi­len Prä­sen­ta­ti­on der gestal­te­ten Holz­bret­ter bei­trug. Das Pro­jekt sei ein ein­drucks­vol­les Zei­chen für Zusam­men­halt, Koope­ra­ti­on und Mensch­lich­keit – Wer­te die gera­de in der heu­ti­gen Zeit wich­tig seien.

Im Mit­tel­punkt des Abends stand schließ­lich der von den Schü­le­rin­nen und Schü­lern selbst vor­ge­tra­ge­ne Kreuz­weg. Die musi­ka­li­sche Gestal­tung über­nah­men Vera Lorenz und Nick Pfeif­fer, die jede Sta­ti­on mit pas­sen­den Lie­dern und Instru­men­tal­stü­cken stim­mungs­voll beglei­te­ten und so den spi­ri­tu­el­len Rah­men vertieften.

Im Anschluss an den Kreuz­weg waren alle Besu­che­rin­nen und Besu­cher zu einem klei­nen Umtrunk ein­ge­la­den. In gemein­schaft­li­cher Atmo­sphä­re klang der Abend aus und bot Gele­gen­heit zum Austausch.

Die Initia­ti­ve zeigt ein­drucks­voll das Enga­ge­ment der betei­lig­ten Grup­pen für die spi­ri­tu­el­le Ent­wick­lung jun­ger Men­schen und die För­de­rung der Öku­me­ne vor Ort. Auch über den Abend hin­aus wirkt das Pro­jekt nach: Die gestal­te­ten Kreuz­weg­sta­tio­nen kön­nen noch bis Mit­te April in der Emma­us­kir­che besich­tigt werden.