Kößlarn. Mit Beginn der Sommerferien, kurz vor dem traditionellen Zeltlager der Pfarrei Kößlarn, haben 19 engagierte Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter an einer wichtigen Fortbildung zum Thema „Prävention sexualisierter Gewalt“ teilgenommen. Die Schulung, veranstaltet vom Kirchlichen Jugendbüro Pocking, bereitet die Jugendlichen und jungen Erwachsenen intensiv auf ihre Aufgaben vor, um den Kindern und Jugendlichen im Zeltlager ein sicheres und achtsames Miteinander zu ermöglichen.
Jugendreferentin Silvia Lenger und Jugendseelsorger Nikolaus Pfeiffer führten die Teilnehmenden mit abwechslungsreichen Methoden durch die vielschichtige Thematik. Im Fokus stand dabei die Sensibilisierung für Prävention gegen sexualisierte Gewalt, die als großes Anliegen in der kirchlichen Jugendarbeit gilt.
Die Fortbildung umfasste zentrale Inhalte, darunter die Definition von sexualisierter Gewalt und die Förderung von emotionaler und sozialer Kompetenz. Die Gruppenleiter übten zudem konstruktive Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und bearbeiteten praxisnahe Fallbeispiele, um für mögliche Situationen gewappnet zu sein. Ein umfassender Verhaltenskodex und Handlungsleitfaden rundeten die Schulung ab und bieten den Teilnehmenden konkrete Orientierung.
„Besonders in der kirchlichen Jugendarbeit ist uns die Prävention sexualisierter Gewalt ein großes Anliegen“, betonte Silvia Lenger. „Gemeinsam versuchen wir nicht nur unser Möglichstes zu tun, um Kinder und Jugendliche zu schützen, sondern auch Ansprechpartner zu sein, wenn es um (Verdachts-)Fälle geht oder einfach darum, ein offenes Ohr zu haben.“
Ein wesentlicher Bestandteil der Schulung war das „Sensibel-Werden“ für ein angemessenes Nähe- und Distanzverhältnis. Dieses Verständnis bildet nicht nur den Grundstein der Präventionsarbeit, sondern ist auch Kernbestandteil der regelmäßig von den Kirchlichen Jugendbüros angebotenen Fortbildungen. „Wer die eigenen Grenzen kennt und auch die des Gegenübers respektiert und achtet, ist schon auf einem guten Weg“, ergänzte Nikolaus Pfeiffer. „Doch da subjektives Empfinden nicht klar definiert werden kann, braucht es dazu auch Begleitung.“
Die Zusammenarbeit für eine konstruktive und flächendeckende Präventionsarbeit im Bistum Passau zielt darauf ab, sexualisierte Gewalt an Kindern, Jugendlichen sowie schutz- und hilfsbedürftigen Erwachsenen zu minimieren und eine Kultur zu schaffen, in der ein achtsames Miteinander gelingt. Die nun geschulten Gruppenleiter/innen der Pfarrei Kößlarn sind damit bestens vorbereitet, um im bevorstehenden Zeltlager für eine sichere und vertrauensvolle Atmosphäre zu sorgen.

