Prävention

19 Gruppenleiter/innen für Zeltlager Kößlarn im Thema Prävention sexualisierter Gewalt geschult

Silvia Lenger am 04.08.2025

Köß­larn. Mit Beginn der Som­mer­fe­ri­en, kurz vor dem tra­di­tio­nel­len Zelt­la­ger der Pfar­rei Köß­larn, haben 19 enga­gier­te Grup­pen­lei­te­rin­nen und Grup­pen­lei­ter an einer wich­ti­gen Fort­bil­dung zum The­ma Prä­ven­ti­on sexua­li­sier­ter Gewalt“ teil­ge­nom­men. Die Schu­lung, ver­an­stal­tet vom Kirch­li­chen Jugend­bü­ro Pocking, berei­tet die Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen inten­siv auf ihre Auf­ga­ben vor, um den Kin­dern und Jugend­li­chen im Zelt­la­ger ein siche­res und acht­sa­mes Mit­ein­an­der zu ermöglichen.

Jugend­re­fe­ren­tin Sil­via Len­ger und Jugend­seel­sor­ger Niko­laus Pfeif­fer führ­ten die Teil­neh­men­den mit abwechs­lungs­rei­chen Metho­den durch die viel­schich­ti­ge The­ma­tik. Im Fokus stand dabei die Sen­si­bi­li­sie­rung für Prä­ven­ti­on gegen sexua­li­sier­te Gewalt, die als gro­ßes Anlie­gen in der kirch­li­chen Jugend­ar­beit gilt.

Die Fort­bil­dung umfass­te zen­tra­le Inhal­te, dar­un­ter die Defi­ni­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt und die För­de­rung von emo­tio­na­ler und sozia­ler Kom­pe­tenz. Die Grup­pen­lei­ter übten zudem kon­struk­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Kon­flikt­fä­hig­keit und bear­bei­te­ten pra­xis­na­he Fall­bei­spie­le, um für mög­li­che Situa­tio­nen gewapp­net zu sein. Ein umfas­sen­der Ver­hal­tens­ko­dex und Hand­lungs­leit­fa­den run­de­ten die Schu­lung ab und bie­ten den Teil­neh­men­den kon­kre­te Orientierung.

Beson­ders in der kirch­li­chen Jugend­ar­beit ist uns die Prä­ven­ti­on sexua­li­sier­ter Gewalt ein gro­ßes Anlie­gen“, beton­te Sil­via Len­ger. Gemein­sam ver­su­chen wir nicht nur unser Mög­lichs­tes zu tun, um Kin­der und Jugend­li­che zu schüt­zen, son­dern auch Ansprech­part­ner zu sein, wenn es um (Verdachts-)Fälle geht oder ein­fach dar­um, ein offe­nes Ohr zu haben.“

Ein wesent­li­cher Bestand­teil der Schu­lung war das Sen­si­bel-Wer­den“ für ein ange­mes­se­nes Nähe- und Distanz­ver­hält­nis. Die­ses Ver­ständ­nis bil­det nicht nur den Grund­stein der Prä­ven­ti­ons­ar­beit, son­dern ist auch Kern­be­stand­teil der regel­mä­ßig von den Kirch­li­chen Jugend­bü­ros ange­bo­te­nen Fort­bil­dun­gen. Wer die eige­nen Gren­zen kennt und auch die des Gegen­übers respek­tiert und ach­tet, ist schon auf einem guten Weg“, ergänz­te Niko­laus Pfeif­fer. Doch da sub­jek­ti­ves Emp­fin­den nicht klar defi­niert wer­den kann, braucht es dazu auch Begleitung.“

Die Zusam­men­ar­beit für eine kon­struk­ti­ve und flä­chen­de­cken­de Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bis­tum Pas­sau zielt dar­auf ab, sexua­li­sier­te Gewalt an Kin­dern, Jugend­li­chen sowie schutz- und hilfs­be­dürf­ti­gen Erwach­se­nen zu mini­mie­ren und eine Kul­tur zu schaf­fen, in der ein acht­sa­mes Mit­ein­an­der gelingt. Die nun geschul­ten Gruppenleiter/​innen der Pfar­rei Köß­larn sind damit bes­tens vor­be­rei­tet, um im bevor­ste­hen­den Zelt­la­ger für eine siche­re und ver­trau­ens­vol­le Atmo­sphä­re zu sorgen.

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